LA CASA DE LOS LAMENTOS

LA CASA DE LOS LAMENTOS von

Portada de LA CASA DE LOS LAMENTOS
Zusammenfassung

Bericht über einen Mordprozess

Menge
  • 27,90 CHF

Kategorie: Geschichte und Politik

Verlag Libros del KO

Autor GARNER, Helen

ISBN: 9788416001965

Hinzugefügt zum Katalog am: 13.10.2025

Format: BROSCHIERT

Subtítulos: Übersetzung von Alba Ballesta

Seitenzahl: 304

Bericht über einen Mordprozess.

Am 4. September 2005, dem Vatertag, kam das Auto von Robert Farquharson, einem ganz normalen Fensterputzer, von der Strasse ab und landete mit seinen drei Kindern im Wasser. Er schaffte es ans Ufer und rettete sich, aber seine Kinder im Alter von zehn, sieben und zwei Jahren schafften es nicht.

Im Gerichtsverfahren ging es darum, herauszufinden, ob Farquharson, wie die schockierte australische Öffentlichkeit glaubte, das aus Rache an seiner Frau gemacht hatte, von der er sich kurz zuvor getrennt hatte, oder ob es, wie Farquharson selbst behauptete, ein tragischer Unfall war, weil er am Steuer ohnmächtig geworden war.

Dieser reale Fall wurde zu einer Obsession für die Schriftstellerin Helen Garner, die täglich zum Obersten Gerichtshof von Victoria ging. In der hitzigen Theatralik der Gerichte bringen uns die Zeugenaussagen und die Beobachtungen der Autorin einer Wahrheit näher, die uns zwar als notwendig erscheint, aber gleichzeitig unerträglich ist. Ist es möglich, dass das Böse so alltäglich, so nah, so grausam ist?

Warum es ein wichtiges Buch ist:

Wenn es eine der grössten Leistungen eines Journalisten ist, sich eine eigene Stimme zu schaffen, jenseits von Stilmoden, den Zwängen des Berufs und der Versuchung, eine Geschichte künstlich aufzubauschen, dann hat Helen Garner dies mehr als geschafft.

La casa de los lamentos ist ein aussergewöhnliches Beispiel dafür. Besonders gefallen uns die Worte, die Ann Hulbert in The Atlantic über das Buch geschrieben hat: "Garner hört nicht nur zu, sondern beobachtet, stellt sich vor, hinterfragt, empfindet Mitgefühl, verzweifelt. Ihre Stimme - intim und scharf, ironisch und eindringlich - schafft Vertrauen."

Ann Hulbert selbst bezeichnet das Buch als "meisterhaft", eine Meinung, die von vielen Kritikern geteilt wird. Peter Craven von The Australian hat es als "Meisterwerk" bezeichnet. Kate Clanchy von The Guardian hat das Buch als "einen Triumph für eine der besten australischen Schriftstellerinnen" bezeichnet.

Helen Garners Schreibstil wurde manchmal mit dem von Joan Didion verglichen. Das Haus der Klagen wurde ausserdem mit Kaltblütig von Truman Capote verglichen. Auch wir möchten auf die von Garner selbst eingestandene Schuld dieses Werks gegenüber Janet Malcolm hinweisen. Malcolm und Garner sind wahrscheinlich die Journalistinnen, die am besten über Gerichtsverfahren geschrieben haben, weil sie beide die Geschichte so erzählen und ihre tiefgründigen Überlegungen einflechten, während die Beweise des Falles präsentiert werden.

Unabhängig davon, was wir über die Unschuld oder Schuld von Robert Farquharson, dem Protagonisten der Geschichte, denken, zeigt uns der heftige Kampf zwischen beiden Seiten um die Durchsetzung ihrer Version der Ereignisse, wie fragil und schwer fassbar die Wahrheit sein kann.

Weit davon entfernt, uns zu grossen Schlussfolgerungen zu führen, macht Helen Garner eine impressionistische, sehr sinnliche, aufmerksame, wendungsreiche journalistische Übung und zeigt uns, wie weit uns gute journalistische Prosa bringen kann. Es ist unmöglich, keine körperlichen Empfindungen zu spüren, eine ganze Welle der Trostlosigkeit, die deine Nervenenden durchströmt.

Es ist ausserdem ein zutiefst reifes Werk. Man spürt einen ungewöhnlichen Kontrast zwischen der Ruhe, mit der es geschrieben ist, und der Grausamkeit des Themas, das es behandelt, was Weisheit zeigt, den Blick einer Frau, die viel gehört hat und die gnadenlosen Schicksalsschläge des Lebens gut kennt, sowie die Spur von Schuld und Rache, die sie hinterlassen. Helen Garner zeigt, dass es vielleicht kein besseres Material zum Schreiben gibt als den menschlichen Verstand und das menschliche Herz.